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Tipps für die Transkription von Interviews

Egal ob es sich um eine wissenschaftliche Auftragsarbeit, einen Zeitungsartikel oder eine Dissertation im Rahmen eines Studiums handelt, um einen seriösen Text verfassen zu können, ist genaue Recherche notwendig. Denn schließlich kommt es nicht nur auf das Design, die Form und die Schreibweise, sondern auch maßgeblich auf den Inhalt an. Für die Informationssuche stehen dem Autor verschiedene Kanäle zur Auswahl.

Eines ist klar, seitdem das Internet Einzug in fast jeden Haushalt gezogen hat, ist die Recherche so einfach wie nie zuvor. Dennoch wählen viele Wissenschaftler, Studenten und Journalisten gerne das Interview als Medium. Diese Form der Recherche bietet viele Vorteile. Um jedoch alle Aussagen detailgetreu und wahrheitsgemäß verarbeiten zu können, ist eine gründliche Aufarbeitung notwendig. In vielen Fällen kommen Video- oder Audioaufnahmen zum Einsatz.

Was ist eine Transkription eigentlich?

Egal ob es sich um eine Gruppendiskussion oder ein Interview unter vier Augen handelt, um das Gesprochene später detailgetreu wiedergeben zu können, werden Video- und Audioaufzeichnungen angefertigt. Nicht einmal den Profis unter den Journalisten gelingt es, sich jedes Wort des Gesprächspartners zu merken. Bei der Transkription einer Konferenz, eines Werbefilms, eines Vortrags oder eines Interviews handelt es sich um die Abschrift des Gesprochenen. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten bzw. Regeln:

  • Eine Transkription im Rahmen der Standardsprache: Dabei wird Umgangssprache in allgemein verständliche Worte umgewandelt. Versprecher und Füllwörter ohne Sinn wie „äh“ oder „hmmm“ werden in dieser Art der Transkription nicht berücksichtigt.
  • Bei einer literarischen Transkription sind Feinheiten wie Wortabbrüche oder sprachliche Finessen sehr wohl wichtig. Es werden auch Wortabbrüche, Versprecher und umgangssprachliche Bergriffe detailgetreu wiedergegeben.
  • Um eine lautgetreue Darstellung von Umgangssprache geht es in einer weiteren Form der Transkription. Diese Form ist auch als „eye dialect“ bekannt.
  • Eine relativ seltene Form der Transkription bedient sich der Lautsprache, also dem Internationalen Phonetischen Alphabet. Dabei wird abgebildet, wie Wörter ausgesprochen werden.

Transkriptionen sind also eine komplexe Angelegenheit. Für welche Methode man sich entscheidet, hängt unter anderem davon ab, ob man nur das „was“ abbilden möchte – also um welche Inhalte es geht, oder ob auch das „wie“ relevant ist.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transkription

Wer bei Interviews noch wenig Erfahrung hat, denkt sich nach den ersten Versuchen oft, dass man mit anderen Fragen womöglich bessere Erfolge erzielt hätte. Es ist gar nicht so einfach, die richtigen Fragen für den jeweiligen Interviewpartner zu wählen. Bei der Zusammenstellung sollte man sich in jedem Fall mit der Zielstellung befassen. Was möchte man mit dem Interview erreichen und was sollte im besten Fall das Ergebnis sein? Am Besten streicht man zunächst einige besonders wichtige Themen heraus. Es macht für Anfänger durchaus Sinn, das Interview mit einer dritten und nicht beteiligten Person zur Übung einmal durchzuspielen. Um für das Interview das beste Rechercheergebnis zu erzielen, ist natürlich die Wahl des Partners relevant. Schließlich möchte man ja Informationen von wahren Experten in seinem Zeitungsartikel, der Diplomarbeit oder dem Fachbuch verarbeiten. Relevant für die erfolgreiche Interviewtranskription ist auch der Ort des Geschehens. Am Besten sind ruhige Räume ohne Nebengeräusche geeignet. Besonders schwierig ist es, Gruppendiskussionen zu transkribieren, wenn Gesprächspartner sich gegenseitig ins Wort fallen oder ihre Sätze nicht vollenden. Besonders ungeeignet sind Kneipen, Bars, laute Restaurants oder andere öffentliche Plätze. Hier muss man immer mit Störfaktoren rechnen.

Tipps für die Aufnahme

Zunächst einmal ist zu beachten, dass man den Gesprächspartner unbedingt darüber informieren muss, dass seine Aussagen aufgenommen werden. Die Position des Aufnahmegeräts ist von besonderer Wichtigkeit für die Qualität der späteren Transkription. Das Gerät muss so platziert sein, dass man sowohl die Fragen als auch die Antworten des Interviewpartners klar und deutlich versteht. Da die Fragen in der Regel bekannt sind und ohnehin schriftlich vorliegen, ist es im Zweifelsfall besser, das Gerät näher an den Interviewpartner zu stellen. Um die spätere Bearbeitung zu erleichtern, macht es Sinn die Aussagen zwischendurch zusammenzufassen. Damit stellt man als Interviewer auch sicher, dass man alles richtig verstanden hat.

Wann transkribieren?

Am Besten fertigt man die Transkription zeitnah zum Interview an. Dann hat man die Aussagen und den Verlauf noch im Kopf und kann sich an einzelne Wörter erinnern, die möglicherweise auf dem Tonband oder der Videoaufzeichnung nicht klar verständlich sind. Wartet man zu lange, hat man relevante Aspekte bereits vergessen. Diesen Tipp sollten auch diejenigen befolgen, die ihre Transkription nicht selbst anfertigen, sondern einen Profi damit beauftragen. Schließlich kann es von Seiten der Mitarbeiter in den Transkriptionsbüros ebenfalls zu Fragen kommen. Viele unterschätzen den Zeitaufwand für eine Transkription. Selbst Geübte benötigen für eine Stunde Gesprächszeit ungefähr vier Stunden, um jedes Detail schriftlich aufzuzeichnen. Wie lange man genau braucht, hängt von der Qualität der Aufnahme und von der Tippgeschwindigkeit ab. Wenn die Zeit knapp ist, lohnt es sich diese Aufgabe an ein professionelles Büro zu übertragen. Die Experten haben das nötige Know-How und die perfekten technischen Voraussetzungen für eine aussagekräftige Transkription.



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