Archiv für das ‘Online-Marketing’ Category
CaptchaAds - Spamschutz und effektive Werbefläche
Geschrieben von Jaywop am 13. März 2009 – 17:04 -Eine recht neue Methode, die zumindest mir vorher nicht bekannt war, ist das Verbinden von Spamschutz und Werbung. Wer häufig in Foren, Blogs oder Portalen unterwegs ist, der kennt die Sicherheitsfragen, die man als neuer User beantworten muss. Meist sind das einfache Rechenaufgaben oder verzerrte Schriften, die man aufschreiben muss. Erst dann wird man als menschlicher Nutzer akzeptiert. Diese Schutzmaßnahmen sind durchaus wirkungsvoll, wenn es darum geht automatisierte Spameinträge zu vermeiden.
Ein nahezu genialer Schritt ist in meinen Augen die Verwendung dieses Spamschutzes als Werbefläche. Die CaptchaAds machen das möglich. Der User muss hier ebenfalls nachweisen, dass er kein automatisiertes Programm ist. Dafür muss er eine gewisse Gedächtnisleistung erbringen, die bei den CaptchaAds im Zusammenhang mit einer Werbebotschaft gesetzt wird. Um im Forum etc. angemeldet zu werden muss diesmal nicht die Lösung von 7 + 2 eingegeben werden, sondern der Name eines Produktes, das im Fenster daneben angezeigt wird.
Wir haben hier zwei interessante Effekte. Zunächst richtet sich der Fokus des Users auf das Werbefenster. Ohne diesen Zwang würde er die Werbung wahrscheinlich nicht einmal registrieren. Immerhin verlieren Werbebanner immer mehr ihre Attraktion als Aufmerksamkeits-Fänger. Der zweite Effekt liegt in einem Lernprozess, der ebenfalls erzwungen wird. Der Nutzer muss die Werbebotschaft nicht nur lesen, er muss sie auch verstehen und reflektieren, um eine richtige Antwort geben zu können. Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass sich das beworbene Produkt beim Besucher einprägt
Die Vorteile liegen bei dieser Werbevariante eher beim Werbetreibenden, als bei dem, der die CaptchaAds auf seiner Seite einbaut. Ein Vergütung gibt es nur, wenn über den Werbebanner auch ein Verkauf oder eine spezielle Anmeldung erfolgt. Es handelt sich also um ein Affiliate-System.
Doch werde ich wirklich eine spontane Kaufabsicht für einen PC entwickeln, wenn ich doch eigentlich nur einen Blogartikel in einem Marketing-Blog schreiben will? Eher nicht. Es ist wahrscheinlicher, dass ich den Namen des PCs in Erinnerung behalte und beim nächsten Einkauf wieder abrufe oder einen Wiedererkennungseffekt habe.
Eine gute Idee ist es aber in jedem Fall.
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Kurze Suchanfragen bringen weniger Qualität - neue Suchtrends
Geschrieben von Jaywop am 25. Februar 2009 – 13:52 -
Suchanfragen mit einem oder zwei Suchbegriffen dominieren nach wie vor. Wer nach allgemeinen Informationen sucht, der wird einen Begriff in der Google-Suche eingeben und dabei vor allem die ersten 3 Ergebnisse berücksichtigen. Aus diesem Grund bemühen sich viele Suchmaschinenoptimierer, ihre Seiten für umkämpfte Einzelbegriffe nach vorn zu bringen.
In letzter Zeit zeichnet sich aber eine Verschiebung der Suchtrends ab. Immer mehr Informationshungrige geben detailliertere Suchanfragen ein. Anfragen mit vier und mehr Wörtern sind keine Seltenheit. Der Grund dafür kann in der mangelnden Qualität liegen, die die Ergebnisse bei Ein- und Zweiwortabfragen hervorbringen. Spezifischere Suchanfragen scheinen also bessere Ergebnisse zu garantieren.
Diese veränderten Suchtrend sind sicherlich ein Grund, warum immer mehr Suchmaschinenoptimierer auf Keywordkombinationen und den Long Tail setzen. Wenn die Unterseiten auf bestimmte Keywordkombis optimiert werden, dann bringt das ein sehr interessantes Publikum auf die eigenen Projekte.
Man kann davon ausgehen, dass spezifischere Suchanfragen mit interessierteren Besuchern einhergehen. Also nicht mehr auf “Kredit” optimieren, sondern auf “student kredit sicherheiten”?
Tags: google, google suche, keywordcombis, keywords, kombinationen, seo, suchanfragen, suche, suchmaschinenoptimierung, suchtrends, trends
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Klick als Maßstab für den Erfolg von Onlinewerbung noch zeitgemäß?
Geschrieben von Jaywop am 24. Februar 2009 – 16:44 -
Die meisten Werbeformen richten sich nach der Anzahl der Klicks, der Klickrate und den aus Klicks resultierenden Erfolgen, wie Conversions oder Leads. Eine Textanzeige wird dann als erfolgreich eingestuft, wenn sie möglichst viele Klicks provoziert. Aus diesem Grund passen sich die Anzeigen immer besser an den Content einer Website an. Im besten Fall kann der Besucher den Unterschied zwischen Werbung und richtigem Text nicht mehr ermitteln. Noch besser ist die Anzeige, wenn der Klick auch eine gewünschte Aktion auslöst. Das kann das Abo eines Newsletters oder ein Verkauf sein. Klicks sind also gleichbedeutend mit Erfolg.
Der Erfolg einer Anzeige wird dabei auf die Formulierung des Textes oder das Design und die Position des Banners zurückbezogen, doch diese Faktoren sind nicht unbedingt die einzigen, die ausschlaggebend sind. Wenn nur der letzte Klick als Erfolgsfaktor in eine Analyse mit einbezogen wird, dann entgehen wahrscheinlich die wirklichen Gründe für die positive Conversion. Vergleichen wir diese Logik kurz mit der Offline-Werbung. Ich kaufe ein Produkt in einem Supermarkt weil ich ein großes Plakat am Eingang gesehen habe, das mich darauf aufmerksam gemacht hat. Doch eigentlich habe ich den Wunsch, es zu kaufen schon am Morgen gefasst, als ich im Radio davon gehört habt. Das Supermarkt-Plakat hat mich lediglich daran erinnert.
Im Online-Marketing würde das Plakat aber als ausschlaggeben für meinen Einkauf zählen. Im nächsten Monat würden dann wahrscheinlich noch mehr oder größere Plakate aufgestellt werden (bzw. Werbebanner im Netz veröffentlicht werden). Das ist die korrekte Reaktion auf die Erfolgsanalyse meines Einkaufs. Der Bericht im Radio fällt hinten runter. Er wird nicht mehr gesendet und der Supermarkt wundert sich, dass trotz Investition in neue Plakate nicht mehr Verkäufe rausspringen.
Was ist also die Schlussfolgerung für das Onlinemarketing? Wenn nur der letzte Klick in die Analyse von erzielten Conversions und Leads miteinbezogen wird, dann bleiben unter Umständen die eigentlichen Ursachen außer Acht. Ein Werbebanner auf einer anderen Seite, der vielleicht nie geklickt wird, könnte der entscheidende Faktor sein, warum Besucher zwei Seiten weiter auf die Textanzeige klicken und dort einkaufen.
Es sind weit umfangreichere Webanalysen notwendig, als durch die Auswertung von Klickstatistiken geleistet werden kann. Wie das ganze allerdings funktionieren kann, wird sich erst noch zeigen.
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Personal Branding, Identifikation und Blogs
Geschrieben von Jaywop am 20. Februar 2009 – 14:50 -Viele bekannte Blogger werfen ihren Namen als effektives PR-Werkzeug in die Waage. Der eigene Fachblog wird dadurch direkt mit dem Namen des Bloggers verknüpft. Das bekannteste Beispiel der letzten Wochen dürfte wohl Robert Basic sein. Sein Name ist inzwischen wahrscheinlich bekannter, als sein Projekt BasicThinking, das vor kurzem bei E-Bay versteigert wurde. Die ganze Geschichte dazu werde ich hier nicht noch einmal erzählen. Kaum ein Blog hat nicht darüber berichtet.
Fakt ist, dass die Verknüpfung der eigenen Persönlichkeit mit dem Blogprojekt auch funktionieren kann, wenn kein bekannter Name dahinter steht. In diesem Fall kann man nicht wirklich von Personal Branding sprechen. Es ist eher ein psychologisches Phänomen. Die Identifikation mit dem Blogschreiber kann Leser langfristig an das Blog binden. Das wir sicherlich besser funktionieren, wenn die Leser aus einer ähnlichen sozialen Gruppe stammen oder die gleichen Interessen vertreten, wie der Schreiber. Dadurch finden sich leichter Anknüpfungspunkte für einen Beziehungaufbau.
Die Beziehungen im Internet funktionieren zwar grob nach dem gleichen Muster, wie im realen Umfeld, es gibt aber doch einige interessante Unterschiede. Es baut sich einfach leichter eine Bindung zu Personen auf, die man nur über das Internet kennengelernt hat. Dieses Phänomen erklärt auch den großen Erfolg von Online-Single-Börsen. Schon der Fakt, dass der Blogger über Themen schreibt, die den Leser interessieren, kann zu einer starken Bindung oder Identifikation führen. Der Blogger, der seine eigene Identität mit dem Blog verknüpft, kann also die Leser besser an die Marke seines Blogs binden.
Voyeurismus spielt vielleicht auch eine Rolle. Personensuchmaschinen und Wer-kennt-wen-Netzwerke ziehen ihren Erfolg aus der Neugier der Nutzer. Die wollen einen Blick in das Leben fremder Menschen erhaschen. Ein Blog kann einen ähnlichen Einblick gewähren, wenn nicht nur anonym irgendwelche Neuigkeiten gepostet werden.
Die eigene Identität als PR-Werkzeug, um Leser an den Blog zu binden - das kann auch funktionieren, wenn man keinen bekannten Namen vorweisen kann. Es ist eine Form des Personal Branding, ohne wirklich eine Marke zu besitzen. Dieser Zustand wird sich mit der Zeit natürlich ändern.
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